Leserbrief an die Augsburger Allgemeine zum Thema PhotovoltaikIn der jüngsten Vergangenheit beweisen unsere politische Repräsentanten und Anhang in Form von Lobbyisten sowie vielerorts Medien, dass man demokratische Strukturen jederzeit, wenn gewünscht, aushebeln kann, wenn es erforderlich ist, um einer kleinen wohl sortierten Schar einen größtmöglichen Nutzen zukommen zu lassen. In diesen Tagen herrscht eine vorgezogene "Weihnachtsstimmung" bei so einigen Lobbyisten, die lange nicht auf Ihre Kosten gekommen sind. Hier gibt es "Bescherung" bei Energieversorgern durch die Verlängerung der Atomkraftwerk-Laufzeiten, bei Pharmakonzernen, der Hotelindustrie und denjenigen mit ohnehin vollen Kassen. In unseren Tageszeitungen ist von der erfreulichen Erholung unserer Konjunktur zu lesen, aber auch im Kleingedruckten, dass die Reichen aus der Krise gestärkter hervorgehen wie Sie in der Krise geschwächt wurden. Während in unseren Nachbarländern die Menschen Ihren Unmut über falsche politische Entscheidungen zum Ausdruck bringen, nehmen wir in Deutschland derzeit viele politische Fehlentscheidungen still zur Kenntnis. Die Energieversorger erlauben sich, unsere politischen Repräsentanten zu erpressen und mit ein paar wenigen Milliarden Euro abzuspeisen. Es ist interessant, dass für den Atommüll sowie die Sanierung der Bund aufkommen muss, mit anderen Worten "Sie und ich" - der Steuerzahler, wohingegen die Gewinne bei den vier großen Energiekonzernen verweilen darf. Bei der Fluktuation unserer politischen Repräsentanten schadet es dem persönlichen Ruf auf die Dauer nicht, wenn man die Verluste und Fehlerscheinungen unserer Gesellschaft verstaatlicht und somit dem kleinen Bürger mit Umlage auf den "Schulter-Joch" des Alltags legt und die Gewinne an solche privatisiert, die ohnehin schon genug davon haben, weil sich wahrscheinlich und hoffentlich keiner erinnern wird, wer die täglich neu entstehenden Milliardengrabe verursacht hat. Vier große Energieversorger setzen Ihre "Weihnachtswunschliste" durch, ohne dass sich unsere politischen Repräsentanten mal erkundigen, ob die anderen 300 Energieversorger, nämlich die Stadtwerke, auch der Verlängerung der Atomkraftwerk-Laufzeiten zustimmen, und was ich ganz vergessen habe, man sollte auch mal die zu Repräsentierenden, die Bürger, nach Ihrer Meinung fragen. Genauso wie man sich bei der Erstellung von sämtlichen atom-relevanten Gutachten Organisationen und Fachinstitutionen bedient, die man selbst ins Leben berufen hat, um das zu bestätigen, was man hören möchte, so wird jetzt nach der Verlängerung der Atommeiler-Laufzeiten noch die Botschaft von eigens gesteuerten Medien gestreut, dass der Verbraucher so sehr unter der Ökostrom-Umlage leiden muss. Wer glaubt eigentlich noch, dass Politik und Lobbyisten überhaupt ein Interesse an dem Bürger haben. Die Wirklichkeit ist so bestellt, dass der Ökostrom den kommerziellen Preis an der Strombörse immer öfter in das Minus drückt, weil ein Überangebot durch den Ökostrom entsteht, der den Stromkonzernen immer mehr schmerzen wird. Somit bieten Unternehmen grünen Strom aus noch nicht abgeschriebenen Ökostrom-Investitionen günstiger an wie die Atombetreiber, die den Strom aus bereits abgeschriebenen Atommeilern teurer verkaufen. Ein großer Teil des Atomstroms wird in das Ausland exportiert und Gewinne aus den Atommeilern werden im Ausland investiert, statt in den Ausbau unserer Stromnetze zu investieren. Zum Beispiel werden mit diesen Gewinnen von den großen Energieversorgern Atomkraftwerke in England gebaut und betrieben. Mit der "Vorfahrt-Pflicht" des Ökostroms hat jeder Bürger die Möglichkeit durch das Betreiben von Solar-, Biogas- und Windanlagen, an dem Reichtum zu laben und zu schnuppern, welchen einige wenige in unserer Gesellschaft seit Jahrzenten als Selbstverständlichkeit hinnehmen und erwarten. Ich bin es leid, die heuchlerischen Medienberichte zu lesen, dass in diesem Land irgend jemand die Bedürfnisse der Verbraucher wirklich interessieren und mit plakativen Aussagen die breite Masse hypnotisiert wird. Die EEG-Umlage mit 7 EUR/Monat ist der beste Wirtschaftsmotor für unsere Gesellschaft. Hier sind hunderttausende Arbeitsplätze angesiedelt, hier wird das Fundament für eine autarke Energieerzeugung geschaffen und somit eine nachhaltige Zukunft für kommende Generationen. Darüber hinaus habe ich ganz vergessen, dass ich gerne bereit bin eine noch höhere monatliche Belastung zu akzeptieren, wenn die Netto-Milliarden unserer Energieversorger auf die Konten der kleinen Bürger umverteilt werden, denn allein diese Enteignung der Großen rechtfertigt jede EEG-Umlage. Wir leben als demokratische Bürger in einem System, dass wir offenbar nicht durchschauen und falls doch, trotzdem scheinbar nicht verändern können. Wir müssen handeln! Mit freundlichen Grüßen aus Balzhausen Leider wurde der Leserbrief nicht veröffentlicht |
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